SCHLAFCOACHING

Gut und erholsam schlafen

Aktuell

Corona und kein Ende: Wir wir trotz alarmierender Informationen gut schlafen können.

Es sind herausfordernde und versunsichernde Zeiten. Das Corona-Virus geht uns aus verschiedenen Gründen existenziell an: Bleiben wir und unsere Lieben gesund? Wie können wir uns vor Ansteckung schützen? Wie sehr wird meine Bewegungsfreiheit eingeschränkt? Und wohl gewichtiger: Werde ich meinen Arbeitsplatz behalten? Erhalte ich Ausfallszahlungen?

Viele, viele Fragen, die uns beschäftigen und dazu eine kaum überschaubare Flut an neuen Informationen, aber auch zahllosen "Theorien" und schlicht oft "fake news". Es gilt: Ruhe zu bewahren! Leichter gesagt, als getan. Alles, was Ihnen Ruhe verschafft, ist auch gut für Ihren Schlaf: Schalten Sie bewusst die Nachrichtenkanäle aus, nehmen Sie sich bewusst Zeit für Ihre Lieben und für Beschäftigung jenseits von Internet und Fernsehen: Vielleicht ein Spieleabend, ein gutes Buch, Musik hören, für Entspannungsübungen. Bewusst herunterfahren - vor allem vor dem Schlafengehen ist wichtig, auch ein mitfühlendes freundliches Hineinhören in sich selbst:  Wie geht es mir? Was brauche ich?


Finden Sie hier den Link zu einer einfachen Atemmeditation von Christine Brähler (als Teil des Programms zur "Mindful Self-Compassion" - Selbstmitgefühl):

http://christinebraehler.com/wp-content/uploads/2017/02/Liebevolles-Atmen-Affectionate-Breathing.mp3

Ich wünsche Ihnen einen guten Umgang mit sich selbst in diesen Tagen: Ihre Susanne Hochreiter

Alarmierende Fakten: Jede_r Dritte leidet unter Schlafproblemen!

Plädoyer für eine neue Kultur des Schlafs

Dieser Tage vernehmen wir die Nachricht über alle Kanäle: in TV-Nachrichtensendungen, im Radio, in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften wird davon berichtet: Schlafstörungen sind ein massives Problem unserer Gegenwart.

Eine Studie der Medizinischen Universität Wien belegt diese Entwicklung. Das zentrale Ergebnis: Ein- und Durchschlafstörungen haben sich in den letzten zehn Jahren vervielfacht! 

2017 haben die Neurologen Stefan Seidel (Leiter des Schlaflabors) und Gerhard Klösch gemeinsam mit der Epidemiologin Eva Schernhammer vom Zentrum für Public Health der MedUni Wien 1.000 Personen zwischen 18 und 65 Jahren zu ihren Schlafgewohnheiten befragt und die Daten mit Befragungen aus den Jahren 1997 und 2007 verglichen: "Probleme einzuschlafen hatten im vergangenen Jahr 30 Prozent der Befragten - das sind fünfmal so viele Menschen wie noch zehn Jahre zuvor. In der Nacht regelmäßig aufwachen und nicht richtig durchschlafen können: Das kennt die Hälfte, während es 2007 nur ein Viertel war." (http://science.orf.at/stories/2901158/). Während der Anstieg von Schlafproblemen bis 2007 oft auch im Zusammenhang ökonomischer und politischer Krisen erklärt wird, scheinen in den letzten Jahren wesentlich technologische Erneuerungen für die drastische Zunahme von Schlafstörungen verantwortlich zu sein. Smartphones haben sich in den letzten Jahren nicht nur als praktische Tools etabliert, sondern dominieren unseren Alltag so stark, dass ein Abschalten kaum möglich erscheint. Dies bedeutet nicht nur, dass Menschen ständig online und erreichbar, sondern auch oft bis spätabends und noch im Bett dem blauen - also aktivierenden - Licht der Displays ausgesetzt sind.

Der Umstand, dass relativ wenige Menschen, die unter Schlafstörungen leiden, professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, ist aus meiner Sicht symptomatisch. Das eigene Schlafproblem wird lange Zeit nicht genügend ernstgenommen. Zudem versprechen zahlreiche Pharmaprodukte, Betten- und Matratzenhersteller sowie Buchratgeber schnelle Lösungen. Konsumorientiert greifen wir nach solchen Produkten, um den Schlaf gewissermaßen herzustellen. Schlaf hingegen kann nicht hergestellt werden, sondern ist ein Prozess, der ein bestimmtes Maß an Rückzug und innerer Ruhe voraussetzt. Dafür müssen wir etwas tun! Schlafforscher_innen raten daher seit vielen Jahren nicht ohne Grund zum Abschalten: zum geistigen Rückzug und zum konkreten Ausschalten von elektronischen Geräten.

Angesichts dieser aus meiner Sicht doch alarmierenden Entwicklung plädiere ich für eine neue Kultur des Schlafs! Wir brauchen ein Bewusstsein für die Bedeutung des Schlafs, dafür, wie wichtig er ist für unsere geistige und körperliche Gesundheit. Schlafprobleme bedeuten, dass wir uns mit uns selbst auseinandersetzen müssen. Wir sind gefordert uns zu fragen, wie wir unser Leben gestalten möchten und welche Prioritäten wir dafür setzen. Das betrifft den Umgang mit beruflichen Anforderungen und Terminen ebenso wie die Gestaltung des sozialen Umfelds, die Frage der Ernährung wie die Nutzung von elektronischen Geräten und (sozialen) Medien.

Ich meine: Unser Schlaf braucht uns, unsere Zeit und Aufmerksamkeit und vor allem: die Zuwendung zu uns selbst.

Gerne stehe ich für ein Beratungsgespräch zur Verfügung. Bitte kontaktieren Sie mich per Email [email protected] oder telefonisch: 0699 1136775



AUS DEM ARCHIV

Vortrag am 22. September 2017, 17.00 bis 19.00 Uhr im Therapiezentrum Nord

Stress, Schmerz, Schlaf

Mag.a Heidi Halbedl

Die Vortragende ist Physiotherapeutin in Wien mit einem Schwerpunkt auf neurologische Erkrankungen. Ihre langjährige Erfahrung mit chronisch kranken Patient_innen und ihr Forschungsinteresse im Bereich Schmerz haben ihr auch die Bedeutung des Schlafs in diesem Zusammenhang deutlich gemacht. In ihrer physiotherapeutischen Praxis geht es daher nicht nur um physiologisches Bewegungsverhalten und Behandlungen bei stressbedingten Überspannungssymptomatiken, die auch für Schlafprobleme höchst relevant sind, sondern um Aufklärung über das Schmerzgeschehen - vor allem bei chronifizierten Schmerzen. Da Schmerz und Schlaf auch über das Stresssystem im Körper verlinkt sind, können therapeutische Maßnahmen, die den Parasympathikus stärken, sowohl schlaffördernd als auch schmerzhemmend wirken.

Als Lehrbeauftragte an der FH Graz und als erfahrene Vortragende bei zahlreichen Fachtagungen ist Mag.a Halbedl eine gesuchte Expertin im Bereich Stress - Schmerz - Schlaf. Wir freuen uns daher besonders, sie für diesen Vortrag gewonnen zu haben.

Es gibt im Anschluss an den ca. 45-minütigen Vortrag natürlich die Möglichkeit zur Diskussion und dazu, bei einem Glas Wein im weiteren Gespräch Ihre Erfahrungen und Fragen zu erörtern.

Informationen zur Vortragenden: http://www.kompakt.wien/team/team-neurokompakt/physiotherapeutinnen/51-mag-a-heidi-halbedl.html

Unkostenbeitrag: 10 €

Wir bitten Sie um schriftliche Anmeldung zu diesem Vortrag unter: [email protected]

AUS DEM ARCHIV

Schlafen im Winter

Laut Forschungsergebnissen gibt es tatsächlich eine für den Schlaf ideale Temperatur, die bei rund 20 Grad liegt. Der Körper reagiert auf Abweichungen - bei Kälte und Hitze. Einschlafen gelingt weniger gut und wenn man schläft, wird man leichter wieder wach.

Während es oft gar nicht so einfach ist, der Hitze im Sommer zu entgehen, die den Schlaf beeinträchtig, ist es für die meisten von uns machbar, den Schlafraum so zu beheizen, dass es jedenfalls nicht zu kalt wird. Dennoch kann es vorkommen, dass wir uns "erfroren" fühlen, mit kalten Füßen nicht einschlafen können. Da hilft die bewährte Wärmeflasche.

Wärmedecken werden aus Sicherheitsgründen eher nicht empfohlen. Man sollte den Schlafraum aber auch nicht überheizen und für regelmäßige Lüftung sorgen. Trockene Heizungsluft kann die Schleimhäute reizen - die gewaschene Wäsche im Schlafzimmer trocknen lassen oder feuchte Tücher über den Heizkörper legen, kann Abhilfe schaffen.

Was im Winter in Sachen Schlaf eher schwierig sein kann, ist eine ausreichende Versorgung mit Licht. Die Produktion von Serotonin, das verantwortlich ist für das schlaffördernde Melatonin, ist daran gebunden, wie viel und welches Licht wir tagsüber erhalten. Im Winter gibt es oft zu wenig Licht. Die so genannte "Winterdepression" wird damit in Zusammenhang gebracht. Für einen guten Schlaf im Winter ist Bewegung an frischer Luft bei Tageslicht daher besonders zu empfehlen - selbst bei bedecktem Himmel. Dies wirkt auch depressiven Verstimmungen entgegen. Johanniskraut, das stimmungsaufhellend wirkt, ist übrigens eine gute Hilfe aus der Naturapotheke. Es gibt die Pflanzenbestandteile auch in Kapselform.

Nährstoffe und Schlaf

Ernährung und ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen sind natürlich generell zu beachten: Gerade nach den Weihnachtsfeiertagen, an denen wir oft zu viel Zucker und Fett aufnehmen, ist es wichtig, auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D, mit Magnesium, aber auch - besonders relevant für den Schlaf - mit der Aminosäure Tryptophan zu achten. Tryptophan wird ebenfalls für die Produktion von Serotonin benötigt. Nüsse, Hülsenfrüchte, Haferflocken und Hühnereier haben einen hohen Anteil dieser Aminosäure.

Gerade im Winter und besonders dann, wenn wir z.B. beruflich unter Stress stehen, sollten wir also auf ausgleichende Bewegung an der frischen Luft und auf richtige Ernährung achten.

WORKSHOP "SOUNDER SLEEP"

am Freitag, 5. Mai, 15-17.30 Uhr mit Fokus auf "Night-Tamers"

IM THERAPIEZENTRUM NORD

Krakauerstraße 14 / TOP 201, 1020 Wien

Was tun, wenn ich abends nicht einschlafen kann? Was tun, wenn ich immer um dieselbe Zeit aufwache? Mit Michael Krugmans einfachen Übungen (wieder) einschlafen üben.

Nicht einschlafen können ist oft verbunden mit dem "Teufelskreis" der Angst vor dem Nicht-einschlafen-Können und der so zusätzlich erzeugten Aufregung. Wer ohnehin schon von "hyperarousal" und Stress geplagt ist, wird so wieder nicht einschlafen können. Mit den Übungen, die Michael Krugman entwickelt hat, konzentrieren wir uns auf kleine Bewegungen, die mit dem Atem verknüpft werden. Die Aufmerksamkeit für den inneren Rhythmus unseres Körpers und für die Ausführung der kleinen Bewegungen von Händen, Hüfte oder Nacken bringen uns mit uns selbst in Kontakt und ermöglichen es uns, zur Ruhe zu kommen. In diesem Workshop stelle ich Ihnen eine kleine Auswahl an "Nighttamers" vor und wir besprechen Ihre Strategien zum (Wieder-)Einschlafen.

Anmeldung bitte unter: [email protected] oder über das Kontaktformular. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

WORKSHOP: SOUNDER SLEEP - natürliches Atmen & DAYTAMERS

Michael Krugmans Sounder Sleep System hat drei tragende Säulen: Die eine ist natürliche Atmung, eine weitere sind die so genannten "nighttamers", Übungen für das (Wieder)Einschlafen am Abend und in der Nacht, und schließlich gibt es die so genannten "daytamers" - Übungen, die man tagsüber durchführt, um "hyperarousal", also einer stressbedingten Überaktivierung, schon während des Tags entgegenzuwirken. Daytamers sind einfache, kleine Übungen, die man im Sitzen - in der U-Bahn, im Büro ... - ausführt. Sie beanspruchen nur wenige Minuten und wirken am besten, wenn sie tagsüber einige Male wiederholt werden. In diesem Workshop stelle ich Ihnen einige dieser Übungen vor und gebe Ihnen Einblick in Schlafforschung, die erklärt, warum "daytamers" helfen.

Termin: Mittwoch, 1. Februar 2017, 17.30 Uhr (Dauer: 2 Stunden)

Ort: Therapiezentrum Nord (Krakauerstraße 14, 1020 Wien, TOP 201)

Kostenbeitrag: 20,- Euro/Person

Anmeldung bitte unter: [email protected]

Melatonin und Schlaf: Fakten

1: Die Korrelation zwischen der Menge an Melatonin in unserem Körper und Schlafproblemen ist gering. Tatsächlich ist wichtiger, zu welcher Tageszeit die Melatoninproduktion im Körper beginnt. Wenn Melatonin sehr spät am Tag produziert wird, ist auch mit späterem Schlaf zu rechnen.

2. Nicht jede/r, die/der Einschlafschwierigkeiten hat, produziert verspätet Melatonin - sogar in klinisch diagnostizierten Fällen von verzögertem Einschlafen haben 40 Prozent der ProbandInnen einen ganz normalen Melatoninrhythmus.

3. Melatoninkapseln helfen daher auch selten und sind keine "natürlichen" Schlafmittel. Viele nehmen die (oft ungetesteten) Präparate ohne Verschreibung und ohne zu wissen, ob sie Melatonin überhaupt zuführen müssen und wie ihr eigener Rhythmus verläuft.

4. Generell zeigen Studien, dass Melatoningaben nur geringe Auswirkung auf Schlafdauer oder Schlafqualität haben.

(Quelle: Prof. David Kennaway, University of Adelaide, Leiter des Circadian Physiology Laboratory)

THERAPIEZENTRUM NORD

Krakauerstraße 14 / TOP 201, 1020 Wien

Mag. Barbara Sandner: Psychotherapeutin, Dipl.Psychologin, Stressfrei-Trainerin

Mag. Dr. Susanne Hochreiter: Schlafcoach

Martin Mattel: Energetiker

Martin Salzmann: Physiotherapeut

Wir bündeln unsere Kräfte für Ihre Gesundheit!